Konferenzdolmetschen im Dienste der Medizin

Am Cluster Headache Awareness Day (CH) ist Cultures Connection der Europäischen Kopfschmerzallianz beigetreten, um eine Konferenz über diese seltene Krankheit zu organisieren.

Anlässlich des Cluster Headache Awareness Day (CH) hat sich Cultures Connection der Europäischen Kopfschmerzallianz angeschlossen und eine Konferenz zu dieser seltenen Krankheit organisiert, auf der ein Dutzend europäischer Professoren und Ärzte gesprochen haben.

Die Europäische Kopfschmerz-Allianz traf sich am 21. März 2018 in Paris, um sich mit dem Thema Clusterkopfschmerz (CH) zu befassen, einer Erkrankung, die durch intensive, sich wiederholende Schmerzen im Gesicht, typischerweise in der Nähe des Auges oder der Schläfe, gekennzeichnet ist. Sehr oft konzentrieren sich diese Schmerzen einseitig auf eine Seite des Gesichtes bei Attacken, die von einigen Minuten bis zu mehreren Stunden anhalten können. Während der Konferenz wurden spezifische Fragen gestellt, die sich zunächst mit dem verursachten psychischen Leiden befassten. Bei vielen Patienten führt die Erkrankung zum Auftreten von psychischen Störungen durch sehr intensive und sich wiederholende Schmerzen, die bei bestimmten Patienten bis zu 6 Anfälle pro Tag erreichen können, es ist daher nicht selten, dass Probleme wie Selbstmordgedanken auftreten. Die Selbstmordrate von Menschen mit CH ist 20 mal höher als der Durchschnitt, weshalb es wichtig ist, die psychologische Seite dieser Krankheit zu behandeln.

Die Diskussionen um diese Erkrankung wirft auf europäischer Ebene echte Probleme bei der Erkennung der Krankheit und der Verbesserung der Behandlungen auf. Bis heute gibt es keine definitive Heilung für CH. Es gibt jedoch Behandlungen, die den Patienten im Falle einer Krise eine starke Erleichterung verschaffen. Leider muss festgestellt werden, dass die meisten nicht von der AMM, der Marketingbehörde, erhältlich sind. Trotz der Seltenheit dieser Erkrankung ist es notwendig, sich mit der Frage der Behandlung, aber auch mit der Diagnose dieser Krankheit auseinanderzusetzen. CH betrifft nur 0,5% der Bevölkerung, noch unbekannt und schwer zu erkennen, die durchschnittliche Verzögerung der Diagnose würde zwischen 10 und 15 Jahren betragen. Daher stellt diese Konferenz eine große Herausforderung dar: die Sensibilisierung der Ärzteschaft und der breiten Öffentlichkeit für die Existenz dieser Krankheit. Für unseren Dolmetscher Thomas Valere besteht eine der Herausforderungen dieser Konferenz darin, einen internationalen Aspekt in die Konferenz einzubringen: „Es muss eine internationale Organisation für diese Krankheit geben, die zu wenige Patienten pro Land hat, um Statistiken zu erstellen, um die Medizin voranzubringen“.

Die Konferenzdolmetscher und ihre Rolle

Auf dem Programm dieses Tages standen etwa ein Dutzend Reden auf Englisch. Der Verband ernannte deshalb Cultures Connection für seine Konferenzdolmetscherdienste, zu denen zwei unserer Dolmetscher kamen, um ihre Dienste zu leisten. Sie übersetzten aus dem Englischen ins Französische.

Ein Konferenzdolmetscher ist ein Sprachmittler, dessen Aufgabe es ist, eine Rede in einer Fremdsprache simultan wiederzugeben. Trotz der weit verbreiteten Meinung sind Dolmetscher auf zwei oder drei Sprachen spezialisiert, in denen sie über sehr gute Kenntnisse verfügen. In der Tat ist das Konferenzdolmetschen keine mündliche Übersetzung, sondern der Ausdruck einer kulturellen Realität. Daher sind Konferenzdolmetscher ein Schlüsselelement der Kommunikation innerhalb einer Konferenz, denn sie sind die Personen, die die Verbindung zwischen einem Redner und dem Publikum herstellen, um eine Botschaft zu übermitteln.

Bei einer Konferenz oder einem Kongress bieten sich Dolmetscher für das Simultandolmetschen an: Wie funktioniert das? Die Dolmetscher befinden sich in schalldichten Kabinen, die je nach ihrem sprachlichen Fachgebiet positioniert sind, und hören die Rede der Redner über Kopfhörer. Während sie die Rede hören, müssen sie diese simultan in die Zielsprache übersetzen. Die Übersetzung wird dann von den Zuhörern empfangen, die ebenfalls über einen Kopfhörer und eine Box verfügen, die ihnen die Auswahl der Sprache ermöglicht.

Das Konferenzdolmetschen ist eine Dienstleistung, die viel Geschicklichkeit erfordert, besonders während einer Konferenz zum Thema CH, wenn das Thema eine medizinische Störung ist. In solchen Fällen erfordert das Konferenzdolmetschen sehr fundierte Kenntnisse. Für eine größere Gewandtheit muss der Dolmetscher in der Lage sein, in kürzester Zeit die Botschaft des Redners so getreu und genau wie möglich zu verstehen, zu analysieren und wiederzugeben. Sabrina Carnevalli, Konferenzdolmetscherin, teilt ihre Erfahrung über die Bedeutung der Vorbereitung mit uns: „Es ist wichtig, für einen solchen Einsatz gut vorbereitet zu sein, die Fachbegriffe zu beherrschen und über den Kunden, die Referenten, wenn möglich, die Krankheitssymptome sowie die vorgestellten medizinischen Techniken und Behandlungen, gut informiert zu sein. Tatsächlich kann ein Dolmetscher nur das Verstandene genau wiedergeben, daher ist eine gründliche Arbeit im Vorfeld notwendig, damit diese Arbeit erfolgreich ist.

Eine gute Verständigung zwischen Publikum und Referenten ist daher für das Vorankommen der aufgeworfenen Fragen unerlässlich. Die Dolmetscher nehmen in der Debatte einen grundlegenden Platz ein. Wir freuen uns, dass wir während dieser Konferenz in Paris unsere Dolmetscherdienste zur Verfügung stellen konnten und dazu beigetragen haben, dass konkrete Fortschritte zu Gunsten eines besseren Verständnisses und eines besseren Umgangs mit dieser Krankheit erzielt werden konnten.

Übersetzung ins Deutsche: Wiebke Lüth

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