In Paris, um über das dringende Thema Wasser zu diskutieren

Die Französisch-Norwegische Handelskammer über nachhaltiges Wachstum. Zwei Dolmetscher von Cultures Connection waren anwesend, um die Diskussionen über ein wichtiges Thema, das uns alle betrifft, zu dolmetschen.

Internationale Umweltgruppen nutzten den am 8. Juni stattgefundenen Weltmeerestag, um über den alarmierenden aktuellen Zustand der Ozeane und Meere unseres Planeten zu diskutieren. Die UNO berichtete, dass die Zahl und die Ausdehnung der Unterwasserwüsten, die aufgrund von Sauerstoffmangel wenig bis gar kein Leben ermöglichen, exponentiell zunehmen. Der World Wildlife Fund (WWF) warnte vor allem vor der Situation im Mittelmeer, in das die 22 Länder der Region jährlich 600.000 Tonnen Kunststoffreste, den Hauptbestandteil des vom Menschen in unsere Meere gelangten Mülls, abladen. Um Ideen zu entwickeln, die die internationale Zusammenarbeit auf der Suche nach nachhaltigem Wachstum fördern, veranstalteten die Französisch-Norwegische Handelskammer und die Freundschaftsgruppe Frankreich-Nordeuropa des Senats am 24. Mai das Französisch-Norwegische Forum für nachhaltiges blaues Wachstum. Dolmetscher von Cultures Connection standen für die Konferenzübersetzung zur Verfügung.

Die Wahl des imposanten Luxemburger Palastes als Veranstaltungsort war kein Zufall. Er ist nicht nur der Sitz des französischen Senats in Paris, sondern spiegelt auch in gewisser Weise das Ausmaß der Debatte in der heutigen Gesellschaft und der europäischen Politik über ein Problem wider, das weit über die Grenzen des Landes hinausgeht. Jedes Jahr werden Milliarden Tonnen Abfall in unsere Meere und Ozeane gekippt. In den letzten 40 Jahren hat sich die Kunststoffverschmutzung auf fast 830 Millionen Tonnen verzehnfacht. Europa ist der zweitgrößte Produzent dieses Materials, das sich erst nach vielen Jahren zersetzt, große Mengen an Schadstoffen in die Umwelt abgibt und vom WWF als eine echte Bedrohung angesehen wird, da es das Mittelmeer in naher Zukunft in ein „Meer aus Plastik“ verwandeln könnte.

Anlässlich des 100. Jahrestages ihrer Gründung brachte die französisch-norwegische Handelskammer 50 Politiker, Forscher und Nichtregierungsorganisationen, vor allem aus Frankreich, Norwegen, den USA und Großbritannien, zusammen, um die Idee eines nachhaltigen Wirtschaftswachstums zu diskutieren, das Wasser des Planeten nicht mehr als Müllgrube zu nutzen. Das multikulturelle Umfeld, das für diese internationalen Veranstaltungen typisch ist, erforderte die Arbeit zweier professioneller Dolmetscher, die die Diskussionen des Forums vom Englischen ins Französische übersetzten. Cultures Connection mit Sitz in Paris wurde mit der Verwaltung der Dolmetscherdienste beauftragt.

  • Cultures Connection, The French-Norwegian Chamber of Commerce and sustainable growth.
    Copyright: CCFN.

Simultandolmetschen, um Zeit zu sparen und das Publikum zu erreichen

Innovation und Technologie zur Schaffung saubererer Ozeane, Finanzierung für nachhaltiges Wachstum und Berücksichtigung der Umwelt beim Übergang zur Nutzung erneuerbarer Energien. Caroline und Tim, die von Cultures Connection für die Veranstaltung unter Vertrag genommenen Dolmetscher, rangen mit Themen, Konzepten und Vokabular, die verschiedene, miteinander verbundene Bereiche umfassten.

Caroline, Konferenzdolmetscherin für die Heriot-Watt University of Edinburgh, erklärte, dass es zwar zu bestimmten Zeiten während der Diskussionen einige Schwierigkeiten mit der Fachsprache gab, das Thema aber kein großes Problem war. „Wir haben es geschafft, wie immer“, vertraute sie mit einem wissenden Lächeln an.

Sie arbeitet oft mit Tim zusammen, um diese Art von Dolmetschleistungen anzubieten, und die Erfahrung der Zusammenarbeit im Team hat es ihnen ermöglicht, sich gegenseitig zu helfen. Da im Vorfeld keine Reden zur Verfügung standen, erstellten die Dolmetscher ein Glossar aus dem, was sie zur Verfügung hatten. „Wir recherchierten die Liste der Redner, ihre Biographien und sahen uns Videos von ihren Vorträgen online an“, erinnert sich die Dolmetscherin.

Die eigentliche Unannehmlichkeit, ehrlich gesagt, war die Einrichtung des Saals, in dem die Veranstaltung stattfand. Die Dolmetscherkabine war so positioniert, dass sie die Vorträge nicht klar erkennen konnten. „Wir arbeiteten von einer Kabine aus, die hinter den Rednern stand, so dass wir die von ihnen gezeigten Folien, die ihre Ideen erklärten, nicht sehr gut sehen konnten. Das machte unsere Arbeit zu einer großen Herausforderung.“

Im Gegensatz zum Konsekutivdolmetschen erfordert das Dolmetschen bei Konferenzen den Einsatz von spezieller Technik. Caroline und Tim arbeiteten in einer schalldichten Kabine mit einem Audiomischpult, Kopfhörern und Mikrofonen, über die sie die Diskussionen hören und die Inhalte in Echtzeit auf Französisch weitergeben konnten. Die Zuhörer hörten, laut Caroline, aufmerksam den Präsentationen und Dialogen über Kopfhörer zu.

Durch diese Art der Verdolmetschung konnten sie Zeit sparen und ein großes Publikum erreichen. Dies ist das gleiche Ziel, das sich die Gastgeber des Forums bei der Organisation der Diskussionen gesetzt haben, damit die Ziele der Agenda 2030 zur nachhaltigen Entwicklung näher und erreichbar erscheinen.

Übersetzung ins Deutsche: Wiebke Lüth

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